Die Verdauung
Allgemein:
Im Laufe eines Lebens verzehren wir die beachtliche Menge von ca. 60 Tonnen an Lebensmitteln.
Das Verdauungssystem leistet dabei täglich Schwerstarbeit, um den Körper mit Nährstoffen wie Kohlenhydraten, Eiweiß und Fetten zu versorgen. Aber auch Vitamine und Mineralstoffe werden für den Erhalt der Körperfunktionen benötigt.
Die aufgenommene Nahrung muss zunächst in Einzelbausteine zerlegt werden, die dann vom Körper aufgenommen werden können.
Station Mund
„Gut gekaut ist halb verdaut“.
Die Nahrung wird zunächst zerkleinert und eingespeichelt. Der Speichel enthält bereits das erste Enzym, die α-Amylase. Komplexe Kohlenhydrate (Stärke) werden hier bereits in kleinere Untereinheiten (Einfachzucker) gespalten. Wird das Frühstücksbrot gründlich im Mund gekaut, schmeckt das Brot daher süßlich.
Station Magen
Der Magen ist ein muskulöses Hohlorgan, welches sich unterschiedlich ausdehnen kann – bei Erwachsenen liegt das Fassungsvermögen zwischen 1,6 und 2,4 Litern. Hier wird die aufgenommene Nahrung zu einem gut durchmischten Speisebrei verarbeitet und mit folgenden Magensekreten vermischt:
- Magensäure (Salzsäure) zum Abtöten von Bakterien und zum Ausflocken der Eiweiße
- Eiweiß spaltende Enzyme
- Schleim (Muzine) als Säureschutz (Magen ist mit einer Schleimschicht ausgekleidet).
Anschließend gelangt der Mageninhalt portionsweise in den Dünndarm.
Wie groß ist unser Magen?
Die Größe des Magens ist von der Füllung abhängig. Dabei ist es vor allem der sog. „proximale“ Magen, der sich dabei vergrößert, d.h. der Teil des Magens, der zur Körpermitte hin gelegen ist. Der Magen kann eine maximale Füllmenge von ca. 1,5 Litern erreichen.
1. Station Dünndarm
Hier wird die Nahrung zu Ende verdaut und die einzelnen Bausteine werden in den Blutkreislauf aufgenommen. Der obere Teil des Dünndarms wird auch als Zwölffingerdarm bezeichnet. Dorthin fließen die Verdauungsenzyme aus der Bauchspeicheldrüse und Gallensäuren aus der Gallenblase.
Die Eiweißmoleküle werden durch Proteasen in Aminosäuren aufgespalten.
Die Kohlenhydrate werden durch Amylasen in Einfachzucker zerlegt.
Die Fette werden durch die Gallenflüssigkeit in ihrer Oberfläche vergrößert und dann von Lipasen gespalten.
Damit alle Nährstoffe ohne Verluste in den Blutkreislauf gelangen, hat der Dünndarm seine Oberfläche durch die sog. Dünndarmzotten extrem vergrößert – im Gegensatz zu einem glatten Rohr (2 m) ist die Fläche um den Faktor 600 vergrößert und erreicht so die Größe eines Tennisfeldes.
2. Station Dickdarm
Zum Schluss werden dem Nahrungsbrei noch lebenswichtige Mineralstoffe und Wasser entzogen. Die Milliarden von dort lebenden Bakterien (Darmflora) ernähren sich von unverdaulichen Speiseresten. Gelangen unvollständig verdaute Speisereste oder Ballaststoffe in den Dickdarm, kann es zu Blähungen und Spannungsgefühlen kommen.
Wie wirkt Enzym Lefax® in den einzelnen Verdauungsabschnitten? Das erfahren Sie hier.
Wie lange verweilt z.B. das Frühstück im Körper?
| 1-3 h | im Magen (je fetthaltiger, desto länger bleibt es im Magen) |
| 7-9 h | im Dünndarm |
| 25-30 h | im Dickdarm |
| 30-120 h | im Mastdarm (ist der Darm träge und fehlen die Ballaststoffe kann es sehr lange dauern) |









