Bei Nahrungsmittelunverträglichkeit:Symptome machen das Leben schwer

Leckeres Frühstück: Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit gegen Lebensmittel kann lästige Symptome verursachen.

Genussvoll in eine frisch gebackene Scheibe Brot beißen, ein kühles Glas Milch austrinken oder sich die gepflückten Erdbeeren schmecken lassen… Für die meisten Menschen ist das ganz alltäglich. Anders sieht es bei Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeit aus: Die Symptome, mit denen sie nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel zu kämpfen haben, verleiden ihnen nicht selten das Essen. Zu den häufigsten Beschwerden bei Lebensmittelunverträglichkeiten zählen unangenehme Blähungen. Wie entstehen sie? Und noch wichtiger: Was kann man dagegen unternehmen?

Nahrungsmittelunverträglichkeit – welche Symptome sind möglich?

Das Prinzip, das einer Lebensmittelunverträglichkeit zugrunde liegt, ist vergleichsweise einfach: Der Körper kann bestimmte Bestandteile der Nahrung nicht verwerten – er ist also entweder nicht dazu in der Lage, sie aufzunehmen oder richtig abzubauen. Das sollte eigentlich kein Problem sein, könnte man meinen – dann scheidet er den Übeltäter eben mit anderen Abfällen der Verdauung wieder aus. Doch so einfach ist es leider nicht: Auf eine große Menge des jeweiligen Stoffes ist der Körper nicht vorbereitet. Er reagiert also bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit mit körperlichen Symptomen, allen voran den typischen Verdauungsbeschwerden.

 

Besonders häufig treten bei einer Lebensmittelunverträglichkeit Blähungen auf. Daneben können aber auch noch weitere Beschwerden entstehen, zum Beispiel:

 

  • Durchfall und/oder Verstopfung
  • Bauchkrämpfe
  • Magendruck oder Völlegefühl
  • Übelkeit
  • Rumoren im Darm
  • Kopfschmerzen
  • Kreislaufbeschwerden

 

Dabei müssen nicht bei jedem Betroffenen alle Symptome auftreten – ihre Entwicklung hängt neben der individuellen, körperlichen Verfassung auch von der Art und vor allem Stärke der Unverträglichkeit ab.

Arten von Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Während viele Inhaltsstoffe der Nahrung eine Unverträglichkeit nach sich ziehen können, sind doch meistens Laktose, Histamin, Gluten oder Fructose schuld an Blähungen und Co. Hier geben wir Ihnen deshalb einen kurzen Überblick:

Laktoseintoleranz

Gehen Blähungen und andere Magen-Darm-Beschwerden auf das Konto einer Unverträglichkeit gegenüber Laktose, sind Milchprodukte der „Feind“ der Betroffenen. Denn bei Laktose handelt es sich um eine Zuckerart, die natürlicherweise in Milch vorkommt. Gesunde Menschen haben im Darm ausreichend große Mengen des Enzyms Laktase, das diesen Zucker in seine Bausteine Glucose und Galactose zerlegt. Besteht hier jedoch ein Mangel, gelangt ein großer Teil der Laktose unverdaut in den Dickdarm. Die dort angesiedelten Bakterien freuen sich über die zuckrige Nahrung und verstoffwechseln die Laktose – dabei entstehen Gase und andere Stoffwechselprodukte. Bei Laktoseintoleranz sind Blähungen und andere Symptome daher keine Seltenheit.

Histaminintoleranz

Histamin kommt sowohl im menschlichen Körper vor als auch in bestimmten Lebensmitteln. Eine besonders hohe Konzentration weisen zum Beispiel Erdbeeren, Tomaten, Schokolade oder Rotwein auf. Neben vielen weiteren Aufgaben, die zum Teil noch unerforscht sind, ist das Hormon im Körper vor allem an der Entstehung von Entzündungen beteiligt. Kann das über die Nahrung zusätzlich aufgenommene Histamin nicht ausreichend abgebaut werden, spricht man von einer Histaminintoleranz. Zusätzlich zu Blähungen, Krämpfen und Co. kann es in diesem Fall auch zu Hautreizungen oder Kopfschmerzen kommen.

Glutenunverträglichkeit

Bei Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) reagiert der Verdauungstrakt überempfindlich auf das Klebereiweiß Gluten, das in vielen Getreidearten vorkommt. Bei Kontakt mit der Dünndarmschleimhaut interpretiert das Immunsystem Gluten als Schadstoff – und beginnt mit der Bekämpfung. Das Problem dabei: Unter dieser rigorosen Abwehrreaktion leidet nicht nur das Gluten, sondern auch die Dünndarmschleimhaut. Die folgenden Entzündungen sind dafür verantwortlich, dass bei Zöliakie die Nahrung nicht mehr ausreichend verdaut und aufgenommen werden kann. Blähungen, Durchfall, Bauchschmerzen und andere Beschwerden sind die Folge.

Fructoseintoleranz

Schätzungen zufolge hat etwa jeder dritte Deutsche eine Fructoseintoleranz – doch nicht alle Betroffenen leiden unter den charakteristischen Beschwerden (beispielsweise Blähungen, Darmrumoren und Krämpfe). Bei ihnen macht sich die Erkrankung einfach nicht bemerkbar. Andere verspüren dagegen heftige Verdauungsstörungen und Kreislaufprobleme, wenn sie fructosereiche Lebensmittel zu sich nehmen: Abgesehen von Obst und Gemüse, die natürlicherweise Fruchtzucker enthalten, zählen dazu auch zuckerhaltige Nahrungsmittel – denn der gewöhnliche Haushaltszucker besteht zur Hälfte ebenfalls aus Fructose. Bei einer Intoleranz kann dieser Zucker nicht ausreichend aufgenommen werden und wird daher (ähnlich wie bei der Laktoseintoleranz) von den Dickdarmbakterien verstoffwechselt.

Was Betroffene tun können

Um den Beschwerden aus dem Weg zu gehen, müssen Betroffene den Auslöser ihrer Nahrungsmittelunverträglichkeit meiden und auf die entsprechenden Lebensmittel verzichten. So können sie ihren Alltag ohne Einschränkungen bewältigen, die Verdauung normalisiert sich. Kommt es dann doch einmal zu Blähungen oder anderen Symptomen, empfehlen sich Medikamente, welche dazu beitragen, die entstandenen Gasbläschen aufzulösen.

Machen Sie Blähungen ein Ende

Blähungen müssen nicht sein: Wie Sie die Beschwerden behandeln und ihnen vorbeugen,

lesen Sie hier.

Blähbauch: zu viel Gas im Bauch

Sie müssen häufig Aufstoßen? Oder leiden an Blähungen?

Das sollten Sie über den Blähbauch wissen.

Wissenswertes rund um den Reizdarm

Was tun, wenn der Darm empfindlich reagiert? Ist das Reizdarmsyndrom heilbar?

Zu den Antworten.